Die Rasse

Informationen rund um die Rasse Rhodesian Ridgeback

Die Existenz von Hunden mit einem Rückenstreifen ist über einen langen Zeitraum belegt.

Erst 1922 jedoch wurde in Bulawayo durch die Initiative von Barnes der Rhodesian Ridgeback Club gegründet. Noch im gleichen Jahr erarbeitete Barnes gemeinsam mit C. H. Edmonds und B. W. Durham den ersten Rassenstandard für den Rhodesian Ridgeback.

1924 wurde die Rasse „Rhodesian Ridgeback“ von der Kennel Union South Africa (KUSA) anerkannt und galt bis vor wenigen Jahren als einzige anerkannte südafrikanische Hunderasse.

In der Bundesrepublik führten Liebhaber den Ridgeback in den 50. Jahren bei ihrer Rückkehr aus Afrika ein. Im Jahre 1963 (1974 laut DZRR Homepage) wurde der erste Wurf aus planmäßiger Zucht in das Deutsche Sammelzuchtbuch des VDH eingetragen. Im VDH existieren drei Vereine, die diese Rasse betreuen.

Der Rhodesian Ridgeback wird bei hier zu Lande auch „Löwenhund“ genannt, weil er in seiner Heimat zur Jagd auf Löwen verwendet wurde. Die ehemaligen „Löwenhunde“ stellen als zuverlässiger Begleiter, als integrierter Beschützer der Familien und auch als Jagdgefährte ihre Daseinsberechtigung unter Beweis. Doch als wahrhaft große Jäger, als die der Ridgeback entstanden ist, findet er in unserem zivilisierten Umfeld nur noch Bruchstücke seiner einstigen Lebensverhältnisse vor.

Der Rhodesian Ridgeback ist vor allem ein Partner, der engen Kontakt zu seiner Familie braucht, ausgiebige Bewegung benötigt und Aufgaben, deren gemeinsame Bewältigung mit seinem menschlichen Leitwolf ihm viel Freude bereitet.

Der Rhodesian Ridgeback ist ein Naturhund mit allen dazugehörigen positiven Eigenschaften. Er ist ausgeglichen, nervenfest und ohne Heimtücke – und er reagiert niemals blindlings. Innerhalb seines „Rudels“, der Familie, ist er freundlich, anschmiegsam und anhänglich. Seine Sippe, Haus und Hof bewacht und verteidigt er ohne besondere Ausbildung, für sportliches Beißen im Schutzdienst ist er jedoch völlig ungeeignet.

Der Rhodesian Ridgeback ist hochsensibel und verträgt lautstarke, harte und ungerechte Behandlung nicht. Er ist ein spätreifer Hund und lange lernbereit. Für eine Haltung im Zwinger ist er in keinem Falle geeignet.


Der Rhodesian Ridgeback als Familienhund

Zählt der Rhodesian Rigeback zu den "kinderlieben" Rassen?

Vorweg bemerkt: Prinzipiell ist der Rhodesian Ridgeback ein sehr guter Familienhund. Aber Toleranz im Umgang mit kleinen Kindern ist keinem Hund angeboren, sondern muss erst durch Umgang und Gewöhnung erworben werden.

Hier sind Sie, lieber Hundefreund, in doppelter Hinsicht gefordert. Zum einen müssen Sie Ihren Welpen und jungen Hunden ausreichend Gelegenheit geben sich mit Ihren Kindern zu beschäftigen, zum anderen müssen Sie Ihren Kindern einen verantwortungsvollen Umgang mit den Hunden lehren.

Ein Hund, auch wenn er noch so süß und knuffig ist, ist kein Spielzeug, das grenzenlos beschmust werden kann. Hier hilft die sorgfältige Aufsicht durch die Erwachsenen. Besonders bei Kleinkindern muss der Hund vor dem manchmal etwas groben Erkundungsdrang der Kinder geschützt werden.

Bei älteren Kindern ist es häufig so, dass sie den Hund dominieren und vorführen möchten. Solange dies im Spiel geschieht und Ihr Hund ab und zu ein Leckerli von dem Kind bekommt ist dagegen nichts einzuwenden. Kritisch wird es aber wenn das Kind ernsthaften Gehorsam von dem Hund verlangt. Der Rhodesian Rigeback ist ein Hund mit einer sehr hohen sozialen Intelligenz. Er nimmt sehr wohl wahr, dass Kinder menschliche Jungtiere sind die ihm - dem erwachsenen Hund gegenüber - nicht weisungsbefugt sind. Wenn Sie als Rudelführer das "menschliche Jungtier" nicht zu vernünftigem Verhalten erziehen, wird diese Aufgabe der Hund übernehmen.


Der Rhodesian Ridgeback als Jagdhund

Die Fährtenarbeit des Rhodesian Ridgeback, der früher für die Löwenjagd eingesetzt wurde, ist immer noch die wahre Domäne dieses Jagdhundes.

Von einem Jagdhund erwartet man Jagdpassion und Jagdverstand. Diese Eigenschaften erfüllt der Rhodesian Ridgeback.

Dennoch ist trotz vieler Bemühungen die Aufnahme mit dem Rhodesian Ridgeback in den JGHV (Jagdgebrauchshundeverband) leider nicht gelungen. Aber er kann an den Brauchbarkeitsprüfungen einiger Landesjagdverbände teilnehmen und dies reicht gesetzlich zum Nachweis der jagdlichen Brauchbarkeit des Hundes aus.

Bei gekonnter, behutsamer und hundegerechter Führung ist der Rhodesian Ridgeback ein jagdwilliger, hervorragend einsetzbarer Hund. Er ist ein zuverlässiger Schweißhund und leistet wertvolle Hilfe beim Apportieren unterschiedlicher Wildarten.

Der DZRR ist sehr bemüht, beide Aspekte des Rhodesian Ridgeback hervorzuheben: Der Rhodesian Ridgeback ist sowohl ein Jagdhund als auch ein Familienhund.

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